Normung – OEK

Die elektrotechnische Normung in Österreich

Der OVE Österreichischer Verband für Elektrotechnik ist eine Gemeinschaft von Elektrotechnikern - Unternehmen und Institutionen sowie Experten und Interessierten -, die das Ansehen und die Entwicklung der gesamten Branche ebenso wie des Berufsstandes fördert und sich mit dem Fortschritt der Technik, der Wissenschaft und den technischen Problemen bei der Anwendung der elektrischen Energie befasst. Seit 1883 - damals wurde im Rahmen der Internationalen Elektrotechnischen Ausstellung in Wien der Elektrotechnische Verein Wien EVW gegründet - gestalten Elektrotechniker jene Sicherheitsbestimmungen, die die Grundlage für die gefahrlose Nutzung elektrischer Energie darstellen.

Über die Abteilung "Österreichisches Elektrotechnisches Komitee" (OEK) arbeitet der OVE als Vertreter der österreichischen Wirtschaft aktiv in den europäischen und internationalen Gremien zur elektrotechnischen Normung mit, es sind dies

    CENELEC (Comité Européen de Normalisation Electrotechnique) in Brüssel

    und

    IEC (International Electrotechnical Commission) in Genf.

Die österreichischen Experten arbeiten intensiv an der Gestaltung der zukünftigen elektrotechnischen Bestimmungen mit. Alle interessierten Kreise der österreichischen Industrie, des Handels und Gewerbes, der Wissenschaft und Forschung sowie der Konsumenten entsenden ihre Vertreter in die zahlreichen Technischen Komitees, Technischen Subkomitees und Arbeitsgruppen. 

Die Arbeiten des OEK, die öffentlich-rechtlichen Charakter haben, erfolgen im Rahmen des Elektrotechnikgesetzes und den dazu erlassenen Verordnungen.

Nach dem 2. Weltkrieg wurde der OVE im September 1957 durch das damalige Bundesministerium für Handel und Wiederaufbau beauftragt, elektrotechnische Bestimmungen und Normen zu erstellen. Im Elektrotechnikgesetz von 1965, respektive in nachfolgenden Durchführungsverordnungen, wurde dieser Auftrag rechtlich verankert. Das Elektrotechnikgesetz 1992 nennt nun im § 3 den OVE als fachlich zuständige Stelle für die Erarbeitung der "Österreichischen Bestimmungen für die Elektrotechnik".

Der OVE ist österreichisches Mitglied bei CENELEC und IEC, die offizielle Bestellung erfolgte in zwei Ministerratsbeschlüssen der Jahre 1975 und 1979.

Heute stellt der OVE über seine Abteilung OEK der österreichischen Wirtschaft ein europäisch harmonisiertes Werk an elektrotechnischen Bestimmungen zur Verfügung, das die heimische Industrie in die Lage versetzt, im Binnenmarkt der EU zumindest mehr als 90 % ihrer Produkte, das sind aber fast 100 % vom Warenwert her gesehen, ohne Einschränkung oder notwendige nationale Nachrüstung zu vertreiben. Den daraus resultierenden Vorteil nimmt jedoch nicht nur der Erzeuger in Anspruch, bei der heute notwendigen knappen Kalkulation der Endverbraucherpreise werden diese Einsparungen entsprechend weitergegeben und können damit vom Konsumenten lukriert werden.

 

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